Sommer 2026 – es geht nach Wien und Salzburg
Zur besseren Lesbarkeit, damit Ihr nicht zu viel scrollen müsst die nächsten Tage, werde ich den aktuellen Tag immer als erstes in den Blog stellen.
Vielleicht gefällt Euch meine Reise, weckt Erinnerungen an vergangene Tage in Wien oder weckt den Wunsch, auch mal hierherzureisen. Mir gefällt es sehr, hier zu sein.
Viel Spaß beim Lesen.
(Wenn Ihr auf die einzelnen Bilder klickt, vergrößern sie sich, so dass Ihr auch die Bilder mit Beschriftung gut sehen könnt. )
Salzburg, 21.07.2026
Am letzten Tag meiner Urlaubsreise besuchte ich nochmal das Schloss Mirabell. Leider durfte man heute den Marmorsaal im Schloss nicht besichtigen, weil dort alles für Konzertveranstaltungen vorbereitet wird. Aber ein Blick ins Treppenhaus war durchaus drin. Man kann dort schon erahnen, welche Pracht die Prunkräume des Schlosses haben.






Kurz bin ich im Anschluß ins kleine Palmenhaus des Schlosses in der Orangerie, genoß einmal mehr den wunderbaren Garten und spazierte zum nächsten Ziel des Tages, den Salzburger Dom.






Der Dom in seiner heutigen Form wurde 1682 errichtet, der erste Bau, eine dreischiffige Basilika, wurde bereits 774 geweiht. Der Salzburger Dom ist die Kathedrale der römisch-katholischen Erzdiözese Salzburg und damit Metropolitankirche der Kirchenprovinz Salzburg; sie ist den hll. Rupert und Virgil geweiht.












Ich polterte ganz passend zum Mittagskonzert in den Dom, musste mich eine halbe Stunde bei entspannter Orgelmusik stillverhalten, um anschließend wieder in das Gassengewirr Salzburgs entlassen zu werden.


Zum Abschluss des Tages und des Urlaubs ging es mit dem Fahrstuhl den Mönchsberg hoch zur Aussichtsplattform am Museum der Moderne.

Auch hier gab es einfach nur phantastische Ausblicke.




Mein Abendessen gab es dann am Fuße des Burgberges mit Blick über die Dächer von Salzburg und auf den Dom.

Damit gingen wunderschöne 10 Tage in Wien und Salzburg zu Ende und ich freue mich auf zu Hause. Hoffentlich klappt alles mit der DB auf dem Rückweg. 🙂
Salzburg, 20.07.2026
Heute ging es für mich, nach einem kleinen Schlenker durch den Garten des Schlosses Mirabell mit seinen wunderschönen Rosenbeeten und Blumenrabatten auf die Hohensalzburg.






Sollte ich morgen noch die Zeit finden, schaue ich mir das Schloss von innen an. In ihm ist die Stadtverwaltung untergebracht und es beherbergt eines der schönsten Standesämter Österreichs. Zu besichtigen sind während der Öffnungszeiten der Verwaltung der Marmorsaal sowie die Orangerie.
Auf dem Weg zur Hohensalzburg ging es einmal quer durch die Altstadt bis zur Festungsbahn. Ich habe unterwegs immer wieder halt gemacht, um den Blick auf die Burg zu genießen. Einfach phantastisch.

Natürlich durften auch Fotos der Altstadt auf dem Weg nicht fehlen 😉





sowie ein Bild der Salzach.

Um auf die Burg zu gelangen, nutzte ich die Festungsbahn, in Nullkommanix war ich oben angelangt.


Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen der Stadt, mit dem Bau wurde bereits im 11.Jahrhundert begonnen. Die Burg wurde als Residenz der Erzbischöffe des Stifts Salzburg ausgebaut.
Mit einer bebauten Fläche von über 7.000 m² beziehungsweise mehr als 14.000 m² unter Einbeziehung der Basteien zählt die Festung Hohensalzburg zu den bedeutendsten und größten Burganlagen Europas. Aber seht selbst:
















Der Blick auf die Stadt und die umgebenden Berge ist von der Burg aus sensationell.







Ich musste auf der Burg kurz gegen meinen Hunger ankämpfen, es gab natürlich ein typisches Salzburger Gericht, die Salzburger Nockerln, um gestärkt die Burg zu Fuß zu verlassen. 😉
Die Salzburger Nockerln sind eine traditionelle Süßspeise in Salzburg. Sie bestehen aus einer luftigen Soufflé-Masse aus Eischnee, Eigelb, Zucker und wenig Mehl und werden im Ofen goldbraun gebacken. Charakteristisch sind ihre drei hohen Spitzen, die die drei Hausberge Salzburgs symbolisieren: den Mönchsberg, den Kapuzinerberg und den Gaisberg. Serviert wurden meine mit Beerenkompott, welcher sich unter der luftigen Haube verbarg.

Mit der Festungsbahn bin ich auf die Burg, zu Fuß wieder hinunter. Ich habe es dann in den Waden gemerkt 😉 , wurde aber mit einem wunderbar schattigen schmalen Weg belohnt, angenehm kühl nach der prallen Sonne auf dem Burggelände und willkommene Erholung im Laufen.




Zum Abend ging es dann wie geplant zum Essen in den fidelen Affen. Gegrillter Weißkohl auf Sellerie-Kartoffel-Rösti, wäre ich wohl nie drauf gekommen, es zu kochen, aber es war ein geniales Essen. Ich hoffe, mir gelingt das Nachkochen. Zum Dessert gab es eine Mozartkugel aus Mousse ou Chocolat.


Salzburg, 19.07.2026
Mit der Westbahn fuhr ich heute Morgen von Wien nach Salzburg. Bevor es losging, musste ich aber unbedingt noch den Fahrstuhl im Hotel in Wien fotografieren, ich war jeden Tag aufs Neue fasziniert.


Nach dem Einchecken im Salzburger Hotel unternahm ich eine Erkundungsrunde. Ich stelle fest, ich bin ein Großstadtmensch. Salzburg ist entzückend, kleine enge Gassen, eine Burg, welche über allem thront, ein imposanter Dom und hochaufragende Felswände. Ein Kontrast zu Wien mit seinen breiten Straßen, dem flachen Umland, den modernen Bürgerhäusern des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Müsste ich wählen, ich wäre für Wien.
Aber schaut selbst: meine ersten Impressionen 😉











Letzter Tag in Wien, 18.07.2026
So schnell ist die Zeit in Wien um. Es war so schön hier. Es gab viel zu erkunden, sechs Tage reichen dafür gar nicht aus. Ich bin langsam und entspannt durch die Stadt geschlendert, habe den öffentlichen Nahverkehr ausgiebig genutzt, freundliche Menschen überall getroffen, war erstaunt über die Sauberkeit dieser großartigen Metropole, bin immer noch fasziniert vom sozialen Wohnungsbau, habe die prunkvollen Kirchen und Paläste bestaunt, die Donau mit dem Schiff erfahren… .
Zum Abschluss habe ich mir heute den Zentralfriedhof auf meinen Plan geschrieben, die Idee hatte ich beim Lesen von Oliver Pötzsch Reihe : Der Totengräber von Wien und Ursula Poznanskis ThrillerReihe: Vanitas .
Der Friedhof wurde 1874 eröffnet. Der Haupteingang befindet sich an Tor 2. Tritt man dort ein, hat man einen sagenhaften Blick auf die Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus, ja, auch der Namenspatron der Karlskirche 😉 .




Auf dem Zentralfriedhof gibt es sehr sehr viele Ehrengräber.
Jedes Ehrengrab stellt einen direkten Bezug in seiner Darstellung zu den ihnen gewidmeten Menschen dar, teilweise sind diese Verstorbenen auch hier beerdigt, u.a. Falco oder Udo Jürgens.



Das Ehrengrab von Johann Strauß Sohn zeigt besonders eindrucksvoll seine Kunst, es finden sich eine Geige und ein walzertanzendes Paar auf dem Grab.

Die in Wien geborene Hollywoodschaupielerin Hedi Lamar war beteiligt an der Erfindung der Funkfernsteuerung, das Ehrengrab zeugt davon.

Beethoven, Mozart und andere bedeutende Persönlichkeiten werden mit Ehrengräbern gewürdigt.








Viele Jugendstil-Bauwerke, mit denen Familien ihrer Verstorbenen gedenken, finden sich ebenso auf dem Friedhof.





Vor der Friedhofskirche befindet sich die Präsidentengruft. hier werden seit 1951 die Bundespräsidenten Östereichs mit allen Ehren beigesetzt.

Zahlreiche Gedenkstätten und Kriegsgräber sind auf dem Friedhofsgelände vorhanden, u.a. das Mahnmal für die Opfer des Faschimus:


Nach ausgiebiger Wanderung durch den Zentralfriedhof ging es zum Adieusagen noch einmal mit der von mir so oft genutzten U3 in die Innenstadt.






Zum Abschluss gab es auch endlich Kaiserschmarrn. Der war wirklich lecker und so groß, der kann als Hauptmahlzeit durchgehen 😉 .

Fünfter Tag in Wien, 17.07.2026
Heute ging es mit der Straßenbahn zum Schloss Belvedere. Auf dem Programm stand aber nicht das Schloss mit seinen Gemäldegalerien, sondern der wunderschön angelegte Garten. Mein bevorzugtes Verkehrsmittel war heute die Straßenbahn Nummer 18, welche bestimmt mal eine U-Bahn werden wollte, es ging einige Stationen weit unter der Erde lang. 😉 Schloss Belvedere war die Sommerresidenz des Prinzen Eugen von Savoyen, aus einem französischen Adelsgeschlecht entstammend, nicht zu verwechseln mit den italienischen Savoyen. Erbaut wurde es 1712 bis 1723. Mittlerweile beherbergt das obere und untere Belvedere die Östereichischen Galerien Belvedere.











Im Anschluss ging es zu Fuß weiter zur Karlskirche vorbei am Denkmal zur Erinnerung für die 1945 in der Schlacht um Wien gefallenen ca. 17.000 russischen Soldaten, welches bereits im August 1945 enthüllt wurde.






Die prunkvolle Karlskirche war die Erste von den Habsburgern errichtete. Erbaut wurde sie, weil Kaiser Karl der VI. im Stephansdom im Oktober 1713 gelobte, sollte die Pestepidemie, welche Wien mit voller Wucht heimsuchte, beendet werden, würde er eine Kirche errichten lassen. Die Pest endete 1714 und der Kaiser schrieb einen Architekturwettbewerb zum Erbau der Kirche aus. 1716 erfolgte die Grunsteinlegung der Votivkirche, 1739 die Fertigstellung. Zu besichtigen sind die gesamte Kirche mit dem beeindruckenden Hochaltar sowie die Orgel. Der Namenspatron St. Karl Borromäus wurde nicht von ungefähr gewählt, da er auch als Pestheiliger gilt, welcher sich für die umfangreiche Fürsorge der an der Pest Erkrankten einsetzte. Zu bewundern sind in der Kirche neben dem Altar vor allem die wundervollen Kuppelfresken.










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Nach Besichtigung der Kirche ging es noch auf die Aussichstplattform, von wo sich ein phantastischer Blick auf die Stadt Wien zeigt.



Bevor ich wieder zum Hotel zurückfuhr, gab es noch eine kleine Stärkung. Was ist das Beste, was man bei den hochsommerlichen Temperaturen genießen kann- ein leckerer Milchshake mit Mangoeis.

Ich schaffte es gut mit der U-Bahn (diesmal die Echte) zurück ins Hotel, bevor ein Gewitter über die Stadt hereinbrach, welches mich sonst doch sehr durchnässt hätte.
Kurze Zwangspause im Hotel 🙂

und dann ging es weiter Richtung Abendessen. Mit der U3 ging es zum Stephansplatz und wo gab es die Einkehr? Wieder im Bieradis am Judenplatz. Diesmal gab es zum Weißen Spritzer geröstete Knödel mit Ei und Salat, eine Riesenportion. Satt wird man in Wien immer, lecker ist es auch, aber als Vegetarier ist es doch schwierig, passende Essen zu finden. Da ist die Speisekarte ziemlich einfach: Käsespätzle, Knödel in Variationen, Krautfleckel(in Butter geschwenkte Nudeln ), Gemüselaibchen mit Kartoffeln oder Süßspeisen, das war es dann schon i.d.R. .
Vierter Tag in Wien, 16.07.2026
Und wieder ein Tag mit angekündigten und wahrgewordenen 30 Grad im Schatten. Ich liebe Wärme. Um diese auch voll auszukosten, gab es eine wunderbare Stadtführung im Stadtteil 1 von Wien, also im Zentrum. Wien ist in, ich glaube, 42 Gemeindebezirke unterteilt. In welchem man sich befindet, kann man gut an den Bezeichnungen der Pätze ablesen, da steht z. B. 1. Stadt. Museumsplatz

Los ging es am Albertina, welches eine phantastische Gemäldegalerie beherbergt, in welcher auch der Feldhase von Albrecht Dürer ausgestellt ist. In der Umgebung des Albertina weist alles unmissverständlich auf dieses Exponat hin.


Am Albrechtsbrunnen gab es den ersten Stop. Ich hätte gedacht, es wäre ein Brunnen zu Ehren Neptuns, aber nein. Der bärtige Herr verkörpert die Donau, die Dame stellt Wien dar und das Kind zu Füßen des Mannes stellt den Fluß Wien dar, im Sommer ein kleines Rinnsal, welches bei Hochwasser ungeahnte Kräfte entfaltet.

Kaum zu erkennen, dass hier ein Fluß vorhanden ist, der teilweise unterirdisch verläuft und bei Hochwasser schon mal die Keller fluten kann.
Gute zwei Stunden ließ ich mir die Gassen von Wien zeigen, sah große Teile der Hofburg, deren ältester Teil aus dem 13. Jahrhundert um den Schweizer Platz angesiedelt ist, bewunderte die Baustile der verschiedenen Epochen, fand die Nationalbibiliothek mit Figuren von Atlas und Gaia gekrönt, besah mir Denkmäler veschiedener Herrscher, bekam Erläuterungen zu der Gründung von Wien, der Grundstein wurde schon zu Zeiten der Römer gelegt.
Es gab Ausführungen zum dunkelsten Kapitel der Stadt, als der Nationalsozialismus in Wien Einzug hielt und die jüdischen Bewohner gezwungen wurden, mit der Zahnbürste die Straßen zu putzen.
Genug der Ausführungen, jetzt kommen die Bilder der wunderschönen Stadt.



















Zum Abschluss gab es dann neben einer Eisschokolade die berühmte Sachertorte, süß, schokoladig, lecker. Einmal reicht jedoch, ich ziehe dann doch Sahnetorten vor 😉

Oder diese leckeren Kreationen:

Ganz entzückend fand ich heute noch den liebevollen Blick der Wiener auf ihr Wetter.

Zum Tagesabschluss lief ich heute noch mal ins Zentrum, 25 Minuten, also gleich ums Eck 😄 Es gab sehr feine Spinatknödel, die in Wien zu probieren, kann ich nur jedem empfehlen.


Dritter Tag in Wien, 15.07.2026
Diesesmal stand eine Schifffahrt auf der Donau in meinem Programm sowie die Besichtigung des Stephansdoms.
Los ging es erstmal wieder mit der U-Bahn, dann mit dem Bus, um gegen 12 Uhr an der Donau anzukommen. Dort startete die Fahrt auf der „schönen blauen Donau“ welche total grün aussieht 😉










Im Anschluss, nach einem leckerem Erdbeereisbecher zur Stärkung, ging es zum Stephansdom, einfach das zentrale Gebäude Wiens.
Der Bau zur Domkirche begann im frühen 12. Jahrhundert, davon zeugen die noch sichtbaren romanischen Teile auf der Westseite im unteren Bereich. Über 200 Jahre wurde am Dom gebaut mit seinen ganzen Erweiterungen und Türmen, der Nordturm wurde jedoch nicht mehr komplett fertiggestellt, vermutlich wegen des Beginnes der Reformation. Dieser beherbergt jedoch die heute noch zu besichtigende Hauptglocke. Aber die Spitze, analog des Südturmes fehlt.


Im Inneren hat sich der Baumeister Anton Pilgram selbst verewigt. Von ihm stammt u. a. der Orgelfuß, welcher in seiner Bauart für die damalige Zeit einmalig war, eine schwebende trichterförmige Konsole. Der Baumeister hat sich so darunter drapiert, dass es scheint, er trägt die Orgel auf seinen Schultern. Heute ist jedoch nur noch der Orgelfuß zu bewundern, die Orgel steht dort nicht mehr.


Nun noch einige Bilder vom Inneren des Doms, wie der Altar, ein Nebenaltar und die Kanzel.









Natürlich bin ich nach der Besichtigung des Dominneren auch auf den Südturm gestiegen, der insgesamt 137 Meter hoch ist. Bis Meter 67 darf man hinauf, insgesamt 343 Stufen. Eine kleine sportliche Herausfoderung bei 30 Grad im Schatten. Aber der Blick über Wien in alle Himmelsrichtungen hat sich gelohnt.






1945 in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges ist der Dom in großen Teilen abgebrannt. Der Aufbau erfolgte bis 1952. Das Dach wurde bereits 1950 fertiggestellt, die farbenprächtigen Ziegel sind auf den Fotos sehr schön zu sehen, es sind glasierte farbige Ziegel aus einer tschechischen Werkstatt, insgesamt 230.000 Stück.
Zum Abschluss des Tages ging es heute in einen irischen Pub, welcher nur vegetarische und vegane Speisen anbot. Das Ambiente war ein Hingucker 😉

Auf dem Rückweg gab es überraschend mitten im Wohngebiet noch ein Highlight zu bestaunen, eine markante, farbenfrohe Kunst- und Fassadengestaltung im Stil des Phantastischen Realismus, welche vom zeitgenössischen berühmten österreichischen Universalkünstler Arik Brauer stammt.



Zweiter Tag in Wien, 14.07.2026
Heute ging es nach dem Frühstück mit dem Bus Richtung Schloss Schönbrunn, die meistbesuchteste Sehenswürdigkeit in Österreich. Das Schloss wurde 1749 in seiner heutigen Form zusammen mit dem Barockgarten unter Maria Theresia fertiggestellt. Es ist eine imposante Anlage. Man kann sich gut vorstellen, wie die Habsburger hier ihre Sommermonate verbrachten. Besichtigt habe ich mit meinem Palastticket vierzig, teils sehr prunkvoll eingerichtete, Räume. Das ganze Schloss spiegelt die Verbindung von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth wieder, mir ehrlicherweise etwas zu sehr darauf ausgerichtet. Maria Theresia als die große Herrscherin der Habsburger fand zwar auch Erwähnung, es gab auch einiges zu Ihrem Leben zu erfahren ebenso wie Porträts ihrer Nachkommen ausgestellt sind, aber Hauptaugenmerk liegt auf Sisi. Zu Beginn gab es viele technische Daten: Geschichte der Baustelle, Bauzeit, Baugrund, Größe, Kosten, Architekten, Bauherren. Ca. 30 Räume spiegelten dann das Leben der Habsburger ab Maria Theresia wieder, wobei ich sehr angetan war von den Wandverzierungen, z. T. handbemalte Reispapiertapeten, welche heute noch ihre Pracht zeigen.

Im Anschluss der Besichtigung war ich doch ziemlich erschöpft, es war wirklich zu merken, dass es das meisbesuchte Schloss Österreichs ist. Ich habe dann eine kurze Pause im Garten eingelegt, bevor ich mich mit dem Bus zurück in die Stadt fahren ließ.
Eine kurze Pause gab es im Hotel, um danach die Wiener Altstadt weiter zu erkunden.
Hier entdeckte ich verschiedentlich an den Häusern angebrachte Hinweise zum städtischen Wohnungsbau. Interessant ist wirklich, dass bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Stadt Wien begann, für ärmere Einkommenschichten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dabei wurde das Konzept entwickelt, begrünte Innenhöfe, Höchstanzahl an Menschen in einer Wohnung zur Anmietung und Mietpreisgrenzen. Alles, worüber heute immer noch aktuell geredet wird. 25 Prozent der Bevölkerung Wiens lebt in städitschen Wohnungen, Zugang zu einer solchen Wohnung hat, wer über 17 Jahre alt ist, mindestens 2 Jahre in Wien lebt und bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Eine 60 qm Wohnung kostet im Schnitt warm 700 Euro.



Auffallend in der Innenstadt sind die niedlichen Ampelanlagen für Fußgänger.
Zum Abendessen ging es wieder in eine urige Wiener Biergaststätte, auch wenn ich dem Wein den Vorzug gab, war ich willkommen.

Auf dem Weg zum Hotel konnte ich noch einiges der wunderschönen inneren Wiener Altstadt bewundern. Es ist einfach nur schön, hier zu sein.








Erster Tag in Wien, 13.07.2026
Nach einem wirklich phänomenalem Frühstück im entzückenden Innenhof des Hotels ging es los, die Stadt erkunden.
Erstmal zu Fuß, schauen, wie weit ich komme, ohne auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen zu müssen. Fazit: Erstaunlich weit, bis ins Zentrum, 25 Minuten einen belebten Boulevard entlang und unversehens stand ich im Museumsquartier.
Weiter ging es zum Maria Theresia Denkmal. Ich war erstaunt, nebenbei noch Wissen zu erhalten über die Einführung des Schulsystems unter dieser großartigen Kaiserin. Sie führte bereits 1770 ein für damalige Verhältnisse modernes Bildungssystem ein, seit 1783 gab es in Östereich für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren eine Schulpflicht. Dies behagte den ärmeren Schichten, welche ihre Kinder zur Arbeit u.a. auf dem Feld brauchten, nicht sehr. Jedoch hielten Gefängnisstrafen die Eltern davon ab, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken.

Eine kurze Verschnaufpause im Schatten und ich sah mir noch Einiges von der Stadt an, dieses Mal vom Bus aus, u.a von außen den Prater mit dem weltberühmten Riesenrad, welches bereits 1897 erbaut wurde und immer noch einen Blick über die Dächer der Stadt gewährt. Es sollte 1916 wieder abgerissen werden, was aus Kostengründen verworfen wurde. Heute ist Wien stolz auf dieses Kleinod, welches zu seiner Zeit eines der größten der Welt war.

Ich fuhr Richtung Donau und besah mir das PWC Gebäude von Weitem, mit 284m der höchste Wolkenkratzer Wiens.
Es ging an der Koptischen Kirche vorbei, welche einen ziemlich verlorenen Eindruck inmitten der modernen Gebäude vermittelte. Diese Kirche wurde 1918 von russichen Gefangenen errichtet und trägt bis heute umgangssprachlich den Namen Russenkirche.

Ich bewunderte noch Kunst am Haus,

um nach Ankunft des Busses am Cafe Sacher zu verweilen, dabei den Plan fasste, die nächsten Tage wird dort auf jeden Fall die weltberühmte Sachertorte gekostet, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass sie unendlich süß und schokoladig sein wird, was ja nicht so ganz mein Geschmack ist.

Morgen geht es dann weiter Richtung Schönbrunn und vielleicht wird es noch eine Fahrt auf der Donau geben, mal sehen, wohin ich mich treiben lasse.
Ankunft am 12.07.2026
Morgens um halb 11 ging es los vom Hauptbahnhof in Berlin. Mit drei Minuten Verspätung kam ich in München an, um 25 Minuten später mit der ÖBB nach Wien weiter zu reisen. Ich muss sagen, ja, Bahnfahren ist entspannt, aber 8 Stunden können sich auch ganz schön ziehen. Aber sei es drum, ich bin gut im Hotel angekommen, die Straßenbahnfahrt vom Hauptbahnhof zum Westbahnhof war ein kleines Erlebnis, wer kommt auch sofort drauf, wenn er eine Straßenbahnhaltestelle sucht, diese unter der Erde ist, quasi eine U-Straßenbahn. 😉
Eingecheckt im Hotel, kurz frischgemacht und ab, ein Abendessen suchen. EIne urtypische Wiener Kneipe gleich um die Ecke bot leckere Käsespätzl an und mein Hunger war gestillt. Ich konnte entspannt schlafen, um der Woche in Wien mit aufgetankten Kräften am Montag entgegenzusehen. Einen groben Fahrplan habe ich, was so alles in der Woche zu erkunden gilt, bevor es nach Salzburg weiter geht.
Beginn einer Reise
Der Plan ist gefasst, die Zugtickets sind gebucht ( die Hilfe vom Kind hab ich wieder gern angenommen 😉) die Unterkünfte für 7 Nächte Wien und drei Nächte Salzburg wurden reserviert. Es wird spannend, die Reise mit der DB, u. a. mit dem ICE-Sprinter und der österreichischen Westbahn.




Jetzt geht’s an die Planung, was möchte ich alles sehen, erleben, essen und trinken.
Natürlich die Fahrt mit dem Fiaker, Einkehr im Cafè Sacher, Kaiserschmarrn und Co müssen probiert werden. Die Hofburg, Schloss Belvedere und natürlich der Stephansdom werden auf jeden Fall besichtigt. Seit gespannt, wie es wird, ich bin es auf jeden Fall.
























