Herbst 2026 – 5 Tage Wustrow/Fischland
Nach der erlebnisreichen Städtetour im Sommer kommt der Herbst wieder mit ein paar Tagen entspanntem Radfahren, Rumtrödeln, gutem Essen, Lesen und viel Gemütlichkeit um die Ecke.
Dieses Jahr habe ich mir die andere Ostsee ausgesucht, der Sturm ein wenig stärker, die Wellen ein wenig höher, die Luft ein wenig rauher – es geht von Usedom nach Fischland, genauer ins Dörfchen Wustrow.
Ein Ort, 1000 Einwohner, welcher gefühlt nur von Urlaubern bevölkert wird, mich eingeschlossen.
Am 15.9.26 startete ich mit dem Rad im Gepäck. Ich war zeitig genug da, um eine kleine, gut ausgestattete Ferienwohnung Nähe des Hafens zu beziehen und anschließend gleich mit dem Rad den Ort zu erkunden, incl. Seebrücke und Pizzaessen. Ich weiß, total untypisch, aber da ich von der Ostsee komme, darf ich an der Ostsee im Urlaub auch Pizza essen und muss nicht dem allgegenwärtigen Fisch-ess-trend folgen. Den Fisch wird es aber ganz sicher im Urlaub auch geben. 😉
Da es nur 5 Tage sind, lasse ich dieses Mal wieder die Reihenfolge chronologisch, also ihr müsst ein wenig nach unten scrollen, um immer weiter zu lesen.





16. September
Heute, der Wetterbericht hat trockenes sonniges Wetter verkündet, gab es die für diesen Urlaub längste Tour mit dem Rad, 50km standen am Abend auf dem Tacho. Es ging nach Prerow.

Der Weg führte mich über Ahrenshoop immer an der Küste entlang bis zum Parkplatz drei Eichen. Dort bog ich in den Darßer Urwald ab, um zum Darßer Ort mit seinem Wahrzeichen, dem Leuchtturm, zu gelangen. Ein Besuch am Weststrand durfte natürlich auch nicht fehlen. Unterwegs gab es immer wieder Stopps, um vom Hochufer auf die Ostsee zu schauen oder festzustellen, ja, die Pilzsaison hat begonnen.








Vom Darßer Ort ging es nach Prerow, die im Herbst 2024 endlich fertiggestellte Seebrücke zu bestaunen.

Nach der Stärkung im Darßer Brauhaus ging es zurück, den Radwegen durch den Darßer Urwald folgend, über den Deich am Meer entlang nach Wustrow.






Zurück in Wustrow gab es eine kleine Erholungspause, um dann doch noch mal zum Wasser zu laufen, den Sonnenuntergang zu bewundern.
Dabei ging es an der ehemaligen Seefahrtsschule vorbei, welche einer neuen Bestimmung zugeführt wurde, sie ist ein luxuriöses Appartementhaus geworden. 1846 als erste Seefahrtschule Deutschlands gegründet, wurde sie 1991 aufgelöst. Lange fristete sie ein ungewisses Dasein, bis 2020 auf dem Gelände eine 124 Appartements umfassende Ferienanlage eröffnet wurde.




Nach dem Exkurs in Geschichte ging es aber zur Ostsee, Sonnenuntergang gucken.




17. September
Der Weg ist das Ziel – dieses Motto sollte mich heute begleiten. Mit dem Rad ging es über Althagen nach Ahrenshoop. Alles ganz gemächlich mit vielen Pausen, um Landschaft, Luft und Meer zu ersehen, erriechen, erhören.
Es ging Richtung Althagen über den Bakelberg, mit rund 18 Metern (18 m ü. NN) die höchste Erhebung auf dem Fischland, Richtung Saaler Bodden zum Zeesbootgucken.





Die berühmten Türen auf dem Fischland
Ziel im Anschluss war die Ahrenshooper Mühle, ein Café, welches in den 60er Jahren auf den vorhandenen Grundmauern der alten Mühle neu aufgebaut wurde. Eine Einkehr bei einem leckeren Chai Latte ließ ich mir nicht nehmen.

Nach der Stärkung radelte ich entspannt am Deich wieder zurück Richtung meines Domizils auf Zeit. Hier gab es eine ruhige Tee- und Lesepause, bevor es zum Abendessen zum Fischessen an den Hafen ging.
18. September
Das Wetter hat heute wieder alles gegeben, um mich zu überzeugen, statt bis Dierhagen mal eben nach Graal-Müritz zu radeln. Es ging an einem Windrad vorbei, welches eins der zwei in der DDR existierenden Windkraftanlagen war. Damit hat es das Prädikat älteste Windkraftanlage Deutschlands inne. Weiter ging es über den Deich nach Dierhagen mit den üblichen Seeblicken, bei starkem Wind gab es Wellen ohne Ende, einfach phantastisch schön.
Durch den Ort Dierhagen, vorbei an vielen Ferienhäusern, ging es dann durch den Küstenwald nach Graal-Müritz. Hier gab es den Blick auf die Seebrücke, staunenswerte Wissensvermittlung zu Flora und Fauna, Stärkungspause, Tanz der Möwen und vieles mehr zu entdecken.
Die Rückfahrt gelang mit Wind von Hinten in Nullkommanix, vorbei am Hafen in Dierhagen wieder am Deich zurück.















Abends ging es dann wieder zu Fuß zum Meer, dieses Mal den alten DDR-Bunker aus der Nähe besichtigen.


Mehr Meer ist immer drin.😉

Interessant fand ich, dass ich mich direkt an der Strandgrenze von Ahrenshoop und Wustrow befand. Bekommt man selten so gut mit.

19. September
Zum letzten Urlaubstag ging es wieder nach Ahrenshoop, zum Hafen Althagen. Dort fand die Zeesenbootregatta statt. Ich habe nur ein wenig zu geschaut und bin dann über den Deich wieder zurück nach Wustrow. Bevor ich jedoch mit dem Rad startete, besuchte ich die Wustrower Kirche, welche erst 1873 auf den Grundmauern der alten Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet wurde. Vom Kirchturm hat man einen fabelhaften Ausblick auf Wustrow, die Ostsee und den Bodden.








Um nach Ahrenshoop zu gelangen, ging es diesmal am Saaler Bodden entlang vorbei an der Barnstorfer Kunstscheune. Der Weg, ein Wanderweg, war etwas holprig, aber man wurde durch die Aussichten voll entschädigt.








Am Deich Richtung Wustrow gab es einen kleinen Fotostop und im Restaurant Schifferwiege hielt ich eine kleine Spätmittagsrast mit leckerem Fischeintopf, um so gestärkt den späteren Nachmittag entspannt mit Lesen zu genießen.


So gehen fünf zauberhafte Tage auf dem Fischland zu Ende. Man kann hier wunderbar entspannen, Natur und Meer genießen, Rad fahren in jede Ecke, sich einfach wirklich gut erholen.
Am Abend wird es einen Spaziergang zum Strand geben und dann heißt es Morgen früh:
Auf Wiedersehen Fischland, aber Willkommen in Wolgast, dem Tor zur Insel Usedom 😊